En godec nam gode
Das Buch von Lojze Slak mit dem Titel "En godec nam gode"
("Ein Musikant spielt uns")


Lojze Slak ist einer der bedeutendsten Tonkünstler heimischer Musik. Er bereicherte die Schatztruhe der volkstümlichen Musik mit mehr als fünfhundert originalen Weisen und vielen ausgezeichneten Texten.
Seine Musikrichtung wird von vielen hundert Musikgruppen daheim und in der ganzen Welt nachgeahmt. Zur Entwicklung der Musik aber trug er selbst als hervorragender musikalischer Virtuose und als Mensch, der die diatonische Harmonika bei allen Generationen beliebt machte, bei. Dieses Instrument wurde eben nach seinen Anweisungen unglaublich perfektioniert.

Das Buch beschreibt das Leben und Musikschaffen eines Menschen, der mit seinen Mitarbeitern eine neue Musikrichtung geschaffen und sich somit für immer in die Geschichte eingetragen hat.

- 324 Seiten
- gebundene Ausgabe
- Format 165 x 235 mm
- 93 Schwarzweißfotos
- 30 Farbfotos

V dolini tihi
Die DVD mit dem Titel: "V dolini tihi"
("Im stillen Tal")


Dieser Film stellt die interessante Kindheit des "Barbov Slak" dar, seine Lehrjahre, die Kriegszeit, zu Wort kommen auch Zeitzeugen aus der zahlreichen Familie (10 Geschwister), Mitarbeiter, Mitglieder des Ensembles, Textschreiber, Redakteure, Produzenten ...
Der Film zeigt auch interessante Ausschnitte aus Tourneen (USA, Kanada, Australien), Konzerten und TV-Sendungen der gesamten Schaffensperiode des „Ensembles Lojze Slak“. Auf der DVD sind auch 9 Lieder(video):

1. Čebelar
2. Padalec
3. Ej prijatelj
4. Visoko nad oblaki
5. Zadnja noč v letu
6. V dolini Trente
7. Postojnska jama
8. Polka village
9. Spet se peljem na Dolenjsko

Im Buch „En godec nam gode“ äußern seine Allernächsten ihre Meinung über Lojze Slak:

Ehefrau Ivanka Slak:
"Als Musiker schätze ich ihn außerordentlich positiv ein. Für die Musik ist er immens begeistert, fleißig, ausdauernd, aber auch ungewöhnlich kritisch zu sich selbst und zu anderen. Er hat ein außergewöhnliches Gefühl für den slowenischen Menschen und für alle Werte, die es gibt und die uns bereichern. In gewisser Hinsicht ist er ein eherner Mensch, der das, was er sich vorgenommen hat, nach genauester Überlegung und wenn er es für gut befunden hat, hundertprozentig zu Ende führt. Seinen eisernen Willen und seine Ausdauer habe ich immer bewundert. Ich kann auf jeden Fall sagen, dass er jeden Augenblick für die Musik lebt und es für ihn deshalb auch keinen Feiertag oder Urlaub gibt. Gott sei Dank haben wir unseren Weinberg auf der Trška gora, wo Lojze seine Sorgen wenigstens zum Teil abgeben kann.
Auch von ihm als Ehemann kann ich viel Schönes sagen. Was er verspricht, das macht er. Allerdings war ich als seine Ehefrau viel allein. Kurz nach der Hochzeit sagte ich zu ihm: „Gehst du schon wieder?“ Es war uns beiden schwer. Doch immer öfter wurde nach ihm verlangt, wurde er gebeten, zu spielen. Lojze bedeutete das viel. Nicht im Traum dachten wir, dass er sooft auftreten und so viel Zeit außer Haus verbringen würde. Doch man kann alles ertragen. Immer war ich überzeugt davon, dass er gesund zur Familie heimkehren wird. Am schlimmsten war es in der Zeit, als die Kinder klein waren und Lojze sechs Wochen oder zwei Monate am Stück wegblieb. Da ich selbst auch berufstätig und dadurch noch mehr belastet war, hatte ich nicht viel Zeit zum Überlegen und konnte diese Zeit leichter ertragen, vielleicht... In Slowenien habe ich ihn übrigens oft zu Konzerten und zu Volksfesten begleitet. Ich bin überaus froh, dass ihm auf seinen Reisen nichts Schlimmeres zugestoßen ist und wir alle gesund und zufrieden geblieben sind.
Als Vater war er beinahe zu sanftmütig, doch das war eben sein Charakter. Er erlaubte den Kindern hie und da, ihm kleine Streiche zu spielen, dabei lachte er nur. "

Sohn Slavko meint über seinen Vater:
"Ich bewundere meinen Vater. Ich bewundere seinen Willen und seine Lebensenergie, mit der er erfolgreich ist und noch immer sein Ensemble leitet. Für mich ist er legendär, als Musiker, als Vater, weil ich weiß, wievel Mühe und Entbehrungen investiert worden sind. Ich denke gern an die Tage zurück, als ich ihn auf der Dienstreise oder zu einem Volksfest begleiten durfte, wo ich üblicherweise gleich auf einer Bank einschlief. Ich denke auch daran, wie wir mit der Mutter hofften, dass er von seinen Tourneen gesund heimkehrt. Obwohl ich immer traurig war, wenn er ging, sind es doch schöne Erinnerungen. Mit den Augen eines Sohnes betrachtet, fehlte er mir natürlich beim Spiel, bei Festen, bei Schulfeiern...
Er war streng in der Erziehung, verlangte viel, war immer ehrlich und vermittelte mir auf diese Weise wichtige Werte des Lebens. Seine Arbeit führte er organisiert, konsequent und mit vollem Einsatz durch, gleichzeitig hatte er aber immer ein Ohr für die Menschen und entfernte sich nicht von ihnen. Er war und blieb einfach ein Volksmusikant. Vielleicht ist das auch der Schlüssel zu seinem großen Erfolg.
Ich bin dankbar, dass ich mit seinen Melodien großgeworden bin. Das hat in mir sicher einige Spuren hinterlassen. Schon an den ersten Noten erkenne ich seinen Stil und den Klang seiner Harmonika und werde es auch immer tun.
"

Sohn Robert aber sagt:
"Es ist nicht leicht, darüber nachzudenken, wie dein Vater ist. Alle kennen ihn als Musikanten und ich kann nur sagen, dass ich ihn als Musiker überaus schätze und bewundere, denn ich weiß, dass in seiner Arbeit neben seinem Talent auch unheimlich viel Mühe steckt. Er wollte mir immer die Liebe zur Harmonika nahebringen, ich aber habe die Knöpfe der Harmonika lieber mit der PC-Tastatur getauscht. Ich bin viel jünger als mein Bruder und in meiner Kindheit war mein Vater schon sehr berühmt. Er war deshalb oft fort. Klarerweise habe ich ihn wegen seiner zahlreichen Auftritte in Verpflichtungen sehr vermisst, bei seiner Heimkehr gehörte er jedoch mir. Er nahm auch mich auf seine Dienstreisen und Veranstaltungen mit und so verbrachte ich mehr Zeit mit ihm. Er bemühte sich, mir Eifer und Bescheidenheit anzuerziehen und betonte die Bedeutung der Ausbildung. Beide Eltern waren mir ein leuchtendes Beispiel, wie man mit Liebe und gegenseitiger Achtung die Familie zusammenhält. Ich versuche es ebenso zu tun. "


 

Tone Pavček – slowenischer Poet:

"Lojze Slak ist unsere Legende und ein slowenischer Nationalheld.

Er schuf ein Kaiserreich in der Musik, vor ihm nichts, nach ihm Schallplatten mit unsterblichen Weisen. Was er auch mit seinen Fingern an der Harmonika berührte, überall klang es, sang es und erfreute das slowenische Herz und den slowenischen Menschen.
So wie ihm war es auf dieser Welt nur wenigen gegeben: diese Gabe ist eine reiche Quelle und er empfing sie, und schuf daraus einen mächtigen Strom von Musik, die nie vergeht. Bei alledem war er bescheiden, als wäre er nur ein Orgelspieler, auf dem der Herr spielt, der ihm die Richtung weist und dem er sich fügt.
Wandelst du jetzt über unsere Welt der Rituale – sowie der Büttenträger seine Bütte voller Trauben trägt, sowie hinter dem Ackermann eine Furche entsteht, so klingt vom Himmel - klingt in uns deine Melodie, die es früher nicht gab – Lojze Slak offenbarte sie und widmete sie seinem Land und seinem Leben.
Lojze Slak erreichte dies ohne lügenhaftes Blendwerk, ohne Selbstgefälligkeit – natürlich und einfach – wie es eben ihm und niemandem sonst gegeben war. Und als solcher bleibt er unter uns: ein Junge aus Unterkrain, ein slowenischer Mann, verliebt in das schöne Lied, ein Krösus, der sich verausgabt und trotz seiner Darbringung mehr und mehr besitzt.
Dieses Mehr wird ab jetzt auch noch unser Anteil sein.
"

Tone Pavček
Ljubljana, 30.9.2011

Andrej Bergant – Leiter der Fantje s Praprotna
"Eine glückliche Fügung stand vor 40 Jahren Pate für die Begegnung der „Fantje s Praprotna“ mit dem Trio Lojze Slak. Lojze fand umgehend Gefallen an unserem Gesang, sein Spiel auf der diatonischen Harmonika aber weckte in uns Bewunderung.
Die schöpferische Fähigkeit und das richtige Gefühl für schöne Melodien weckten in uns Hochachtung vor dem Komponisten und flößten uns Tatenlust ein. Diese Musik ergriff uns und machte uns süchtig. Ich meine, „slak“ (botan. „Trichterwinde“) überwuchs uns. In seiner größten Schöpferzeit nahmen wir jedes Jahr sogar bis zu 24 neue Melodien auf, und das alles mit großem Eifer und Begeisterung. Als Mitarbeiter einer Gruppe, die von einem so urteilsfähigen Menschen und einem so großen kreativen Talent wie Lojze geführt wird, wird dir gar nicht bewußt, wann 40 Jahre gemeinsamen Singens und Spielens vergangen sind.
"

Fanika Požek – Textschreiberin
"Immer, wenn ich den typischen Sound von Lojze Slaks Harmonika höre, habe ich meine Jugend und meine Mädchenjahre vor meinen Augen. In jener Zeit begann meine Mitarbeit mit dem Ensemble. Erfolgslieder, die wir gemeinsam schufen – Deželica sonca in grozdja, Kadar srečam te, Visoko nad oblaki, Lep je spomin – quollen aus reinem Herzen und eroberten Menschen, die in ihnen einen Teil des eigenen Lebens fanden. Lojze Slak konnte mit seinen Musikanten und Sängern den Zuhörern deren eigene Seele näher bringen. Meiner Meinung liegt genau darin der große Wert dieser Musik überhaupt, weil sie die Wurzeln des Slowenentums geweckt hat."

Irma Rauh – Redakteurin des unterhaltungsmusikalischen Programmes von Radio Slovenija
"Das Auftreten des Ensembles Lojze Slak war ein Wendepunkt in der volkstümlichen Musik. Im Musikarchiv des Radio Sovenija befindet sich das reichhaltige Autorenopus von Lojze Slak, diesem ausgesprochenen Volksmusiker. In all den Jahren gab es zahlreiche schöne Musiksendungen, besonders „Četrtkovi večeri“.
Lojze Slaks Erfolg basiert nicht nur auf seiner Beharrlichkeit und seinem Schöpfergeist, er scharte um sich eine ausgezeichnete Vokalgruppe, hervorragende Musiker, sehr gute Textschreiber und Arrangeure. Mit seiner direkten Art kam er den Menschen daheim und in der Fremde am nächsten. Seine Konzerte sind ein Magnet für Tausende Liebhaber seiner Musik. Er erwarb sich die größten Verdienste um den mehrstimmigen Gesang und das Spielen auf der diatonischen Harmonika. Manch Volkslied holte er aus der vollständigen Vergessenheit ans Licht. Seine Musik ertönt besonders unter jungen Musikgruppen, die ihn wegen seiner einfachen, warmen und herzlichen Melodien nachahmen. Lojze Slaks organisatorischen Fähigkeiten, seine Energie, seine Ideen und sein ununterbrochenes Musikschaffen sind bewundernswert.
"

Walter Ostanek – Polka-König aus Kanada
"Lojzes innovative Harmonika, gemeinsam mit dem Gesang der Fantje s Praprotna, veredelte die slowenische Volksmusik für alle Zeiten und trug sie in alle Ecken der Welt. Lojze Slak bahnte in Slowenien den Weg vielen anderen Musikern, ähnlich wie Frank Yankovich in Amerika. Er ist der wahre Professionalist. Es ist eine Ehre für mich, ihn zu kennen. Ich achte ihn und gratuliere ihm und seinem Ensemble zum 40. Bestandsjubiläum. "

John S. Pestotnik – Vorsitzender der United Slovenian Society, USA
"Ab dem ersten Augenblick (1964) bis zum heutigen Tag waren die meisterliche Harmonika in den künstlerischen Händen von Lojze Slak und seine phänomenalen Musiker und Vokalisten immer ein guter Grund, sie zu Auftritten in die USA einzuladen, und das gleich 5 mal in all den Jahren. Lojzes Talent und die Dynamik des Ensembles brachten so manche Träne in die Augen, weckte manche verblasste Erinnerung und erneuerte das Gefühl des kulturellen Stolzes auf Slowenien, die einstige Heimat.Das Resultat dieser Gastspiele waren zahlreiche Besuche in der Heimat.
Sein hypnotischer Stil weckte ein unglaubliches Interesse an der diatonischen Harmonika und führte zu über hundert „Button Box“ Clubs in ganz USA. Meiner bescheidenen Meinung nach können wir Lojze Slak und sein Ensemble begründet zu den wirkungsvollsten und erfolgreichsten Botschaftern der guten Laune proklamieren. Auch deswegen, weil es keinem anderen Ensemble gelang, in den USA zu seinen Konzerten diese Rekordzahl von Besuchern zu mobilisieren. Glückwünsche und Dank für 40 wunderbare Jahre.
"